Wie Burnout entsteht und was Sie dagegen tun können

In Stress, Stressbewältigungby Ekram Bsiri

“Ich kann nicht mehr…” Wenn dieser Satz fällt, dann ist es nicht einfach eine vorübergehende Laune eines schlechten Tages, die nach einer Nacht wieder wie weggeblasen ist. Vielmehr handelt es sich um eine anhaltende Stimmung, die Sie innerlich lähmt, Sie Ihre beruflichen und privaten Entscheidungen in Frage stellen und Angst vor der Zukunft haben lässt. Begriffe für diese permanente Erscheinung gibt es viele – Ausgebranntsein, Erschöpfungsdepression, Burnout. Doch eine Lösung der Probleme hat der Volksmund noch nicht gefunden.

Ist Burnout eine Krankheit – aktueller Stand der Wissenschaft

Während sich die Öffentlichkeit noch schwer tut, die Erschöpfungsdepression überhaupt als Krankheit anzuerkennen, geht die Wissenschaft schon einen Schritt weiter und sucht angestrengt Behandlungsmöglichkeiten. Hierbei sollen nicht nur die Symptome gelindert werden, sondern vielmehr steht eine Bekämpfung der Ursachen im Fokus der Forschung, um eine nachhaltige Gesundung zu erreichen. Neurologen, Ärzte und Psychologen auf der ganzen Welt sind sich mittlerweile einig, einen vielversprechenden Ansatz gefunden zu haben – die Stärkung der Resilienz, der psychischen Widerstandsfähigkeit. Doch wie hängt diese mit dem sprichwörtlichen Ausgebranntsein zusammen, welche Symptome kann sie zur Folge haben und welche Möglichkeiten gibt es, die Psyche im Kampf gegen die Erschöpfungsdepression zu rüsten, die über die reine Stressbewältigung hinausgehen?

Habe ich Burnout? Die Symptome der Erschöpfungsdepression

 Burnout-Symptome sind vielfältig und oftmals schwer zu erkennen, gerade für Außenstehende. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie auf sich selbst hören und ein Selbstbewusstsein entwickeln, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob Sie sich einer Erschöpfungsdepression nähern. Da es sich beim Burnout um eine Krankheit der Psyche handelt, sind die ersten Symptome oftmals nicht körperlich zu beobachten, sondern treten in Form von bestimmten Gedanken auf. Wenn Ihnen folgende Sätze oder Ähnliche in letzter Zeit häufiger in den Sinn kommen, könnte es sich um die Anzeichen einer beginnenden oder gar schon entwickelten Erschöpfungsdepression handeln:

  • Ich kann nicht mehr
  • Ich will nicht mehr
  • Ich kann das nicht
  • Wieso mache ich das alles?
  • Jetzt ist es mir sowieso egal
  • Ich bin nicht gut genug dafür

 

Kommen Ihnen diese Gedanken bekannt vor, ist ein Burnout nicht auszuschließen. Dabei ist die Abgrenzung zu anderen psychischen Konditionen sehr schwer zu treffen. Auch Psychater oder Psychologen können oftmals nur die Diagnose Kraftlosigkeit, Depression oder Erschöpfung treffen, da die Übergänge unklar definiert sind und auch von der Auffassung des Arztes abhängen. Allerdings wird im Gespräch selbstverständlich auch nach den möglichen Ursachen der Krankheit gesucht – Stress in der Arbeit oder im Privatleben sprechen dabei natürlich stark für ein Burnout.

 

Burnout-Symptome zusammengefasst

 Trotzdem lassen sich einige Symptome zusammenstellen, die beim gemeinsamen Auftreten deutlich in Richtung Erschöpfungsdepression zeigen. Auch hier überlappen die Grenzen zu anderen psychischen Konditionen, die teilweise die selben oder ähnliche Krankheitszeichen aufweisen. Hier gilt es wiederum, Ursachenforschung zu betreiben, statt den Stigmen einzeln nachzugehen.

Hierbei könnte es sich um Burnout-Symptome handeln:

  • Angst vor neuen oder fremden Aufgaben in Beruf oder Privatleben
  • Scheinbar grundlose Müdigkeit und Kraftlosigkeit, die permanent anhält
  • Sinn der Arbeit oder gar des Lebens infrage stellen
  • Lustlosigkeit auch bei Tätigkeiten, die Ihnen früher Spaß gemacht haben
  • Schlaflosigkeit, negative Gedanken und Zukunftsängste
  • Grundlose Gereiztheit gegenüber anderen Personen
  • Gefühl der Hilflosigkeit

 

Die Symptome können dabei einzeln auftreten oder in Kombination mit anderen physischen Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kraftlosigkeit und Durchfall, die über lang anhaltende Zeiträume zu beobachten sind. Diese Beobachtungen sind typisch für permanenten Stress, weshalb die Stressbewältigung ein Ansatzpunkt der Behandlung sein muss.

Sind Ihnen an Ihnen diese Stigmen in letzter Zeit vermehrt aufgefallen, sollten Sie sich auf jeden Fall mit einem Arzt Ihres Vertrauens in Verbindung setzen. Eine Selbstdiagnose ist auf der einen Seite wichtig, um ein Selbstbewusstsein für die eigene Gefühlslage zu entwickeln, darf aber auf der anderen Seite nicht die einzige Diagnose und Ausgangspunkt für eine Behandlung, im Ernstfall sogar mit Tabletten, darstellen.

Burnout-Ursachen – woher kommt die plötzliche Überforderung?

 Burnout, also das Ausgebranntsein, wird auch als Erschöpfungsdepression bezeichnet. Dieser Begriff kennzeichnet zwei klare Faktoren, die die Hauptursachen der Krankheit darstellen.

Auf der einen Seite steht die chronische Erschöpfung, die sich in körperlicher Kraftlosigkeit, konstanter Müdigkeit und anderen physischen Auffälligkeiten äußert. Damit eine chronische Erschöpfung entsteht, muss also über einen relativ langen Zeitraum körperliche, aber auch geistige Überforderung herrschen. Daher kennt der Volksmund das Burnout-Syndrom hauptsächlich aus dem Bereich der Arbeit. Hier entsteht im Leben beinahe jedes Erwachsenen der meiste Stress. Wenn dieser Stress über mehrere Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre an Ihren Kraftreserven zehrt, ist es kein Wunder, wenn der Körper irgendwann sagt: „Ich kann nicht mehr. So geht es nicht weiter“.

Ein besonders hohes Burnout-Risiko gehen Sie ein, wenn Sie:

  • Regelmäßig Überstunden arbeiten
  • Viel Verantwortung im Beruf übernehmen
  • Ihr Privatleben für berufliche Ziele oder Gefälligkeiten opfern
  • Sich keine Zeit für Hobbys oder einen anderen Ausgleich nehmen
  • Unregelmäßig essen, schlafen und arbeiten

Gepaart wird diese Erschöpfung im Falle des Burnouts mit Anzeichen einer Depression, die sich in den angesprochenen psychischen Symptomen wie Lustlosigkeit, Existenzängsten und Überforderung äußert. Auch diese kann durch die Arbeit hervorgerufen werden. In vielen Fällen sind hieran die sozialen Strukturen in Ihrem Beruf schuld. Haben Sie etwa ein äußert kompetitives Umfeld, stehen Entlassungen oder Umstrukturierungen im Unternehmen an oder kritisiert Ihr Chef dauernd Ihre Arbeit, so kann dies zu Zweifeln an der eigenen Leistung oder Leistungsfähigkeit führen. Aber auch unscheinbare Ursachen wie Unterforderung oder Zweifel am Sinn der Arbeit haben schon zu einer Erschöpfungsdepression geführt.

Doch nicht nur das Arbeitsumfeld, auch die private Situation spielen oft eine wichtige Rolle. Fehlen soziale Kontakte, oder beeinflussen diese Sie überwiegend negativ, so verantworten sie einen fehlenden Ausgleich vom beruflichen Leben und können den Aspekt der Depression noch verstärken.

Raus aus dem Burnout mit professioneller Stressbewältigung und Resilienzstärkung

 Neue Forschungsaufgabe fokussieren sich bei der Bekämpfung der Erschöpfungsdepression auf eine Stärkung der Resilienz, der psychischen Widerstandsfähigkeit. So profitieren Sie von einer Resilienzstärkung:

  • Starkes Selbstbewusstsein über Stärken, Schwächen, Leistungsfähigkeit
  • Erkennen und Eliminieren der Ursachen des Stresses
  • Lernen Sie, ein bewusstes Verhalten im Alltag zu integrieren

Der Online-Kurs zur Resilienzstärkung konzentriert sich auf Ursachenbewältigung als auf Linderung der Symptome.

Machen Sie jetzt den wichtigen ersten Schritt raus aus dem Burnout und rein in ein aktives, ausgeglichenes und glückliches Leben!