Selbstliebe lernen - Psychologie, Aachen, Coaching, Glücklichsein

Dein Weg zur Selbstliebe – Selbstliebe lernen in 3 Schritten

In Allgemein, Glücklich werden, Übungenby Ekram Bsiri2 Comments

Wir sind alle nicht perfekt, denn wir sind menschlich. Und viel zu oft sind wir zu kritisch und zu hart mit uns selbst. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir die Selbstliebe noch nicht leben und Selbstliebe lernen müssen.

Selbstliebe lernen – Was ist Selbstliebe denn überhaupt?

Ich kenne einige Menschen, die bei dem Gedanken gut für sich selbst zu sorgen glauben, dass sie dann egoistisch sind und das wollen sie auf keinen Fall sein. Doch Selbstfürsorge und Selbstliebe lernen, hat nichts damit zu tun, dass Du nur noch selbstbezogen und egozentrisch handelst. Sondern vielmehr, dass Du dich selbst in einer tiefen wertschätzenden Art und Weise erkennst, akzeptierst und wertschätzt.

Selbstliebe lernen -Das ist wichtig:

Zu allererst bleibt die Frage wie Selbstliebe überhaupt entsteht, denn wenn Du Selbstliebe lernen möchtest ist es eine Grundvoraussetzung, dass Du dich selbst wirklich gut kennst. Und dazu ist es hilfreich einen kleinen Blick in die grundsätzliche Entstehung der Selbstliebe zu werfen.

Die Psychologie ist sich einig, dass der Kontakt den wir mit unseren frühen Bezugspersonen, in der Regel unseren Eltern, haben, uns prägt. Wir erleben anhand der Begegnungen und der Reaktionen unseres Gegenübers als Kinder eine Spiegelung unseres Selbst. Auch wenn das kein tatsächlicher Spiegel ist, so bilden wir als Kinder ein Bild von dem, wie wir sind erstmal darüber, dass wir die Reaktionen der anderen auf uns beziehen. Immer wieder hören wir also mit dem inneren Ohr was das nun über uns aussagt, dass beispielsweise die Mutter beim Blick in das Zimmer die Augen rollt, oder schimpft wenn wir etwas fallen lassen. Ein Kind interpretiert also nicht: Mama ist gereizt oder gestresst von der Arbeit sondern: Ich habe Mama wütend gemacht, ich bin nicht liebenswert, ich mache alles kaputt oder ich mache alles unordentlich. Im schlimmsten Fall sogar: Ich bin wertlos!

Besonders weit verbreitet ist es, dass wir Erfahrungen machen, die uns suggerieren, dass wir erst liebenswert sind, wenn wir Leistungen vorweisen oder irgendwie besonders aussehen.

Unsere Bezugspersonen haben uns vielleicht in vielen Fällen erst gelobt, wenn wir etwas tolles gemalt haben, oder gute Noten mitbringen, oder uns schick gemacht haben, oder?

Dies kommt sehr oft vor und unsere Bindungspersonen haben in der Regel keine Ahnung wie sich das auf unsere Selbstliebe auswirkt. Denn diese Prägung führt dazu, dass wir unsere eigene Wertigkeit nicht bedingungslos schätzen, und sie an äußeren Umständen festmachen, wie beispielsweise die Reaktion der anderen.

Selbstliebe lernen -Kleiner Selbsttest

Durch die Beantwortung der folgenden Fragen kannst Du für Dich herausfinden, wie es um deine Selbstliebe gerade steht:

  • Sorgst Du gut für Dich, wenn es Dir nicht gut geht?
  • Gibst Du dir selbst den Raum, den Du brauchst?
  • Kümmerst Du dich um deine psychischen und körperlichen Bedürfnisse?
  • Nimmst Du dich selbst wertschätzend an so wie Du bist?
  • Fällt es Dir leicht zu deinen Stärken und Schwächen zu stehen?
  • Kannst Du mitfühlend mit dir selbst sein, wenn etwas mal nicht so läuft, wie Du es dir vorgestellt hast?

Wenn Du nun einige der Fragen mit einem klaren Nein beantwortetet  hast, dann hast Du sicherlich schon eine Idee davon, wie es für Dich wäre, wenn Du Selbstliebe lernen würdest und es Dir gelingt mehr Selbstliebe in dein Leben zu integrieren.

Selbstliebe lernen – Schritt 1

Ohne Selbsterkenntnis geht leider gar nichts. Wenn Du durch Selbstliebe eine innere Haltung der Wertschätzung, der Annahme und der Liebe dir selbst gegenüber einnehmen möchtest, ist es unausweichlich Dich selbst tiefer kennenzulernen. Einfach hinzuschauen und dich so zu sehen, wie Du tatsächlich bist. Das klingt jetzt total banal, ich weiß. 🙂

Doch es ist nicht so einfach wie Du vielleicht glaubst. Diese innere Neugier und das Interesse sich mit sich selbst zu befassen, um eine enge innere Freundschaft mit sich einzugehen ist oft mit einigen inneren Widerständen verbunden.

Es ist nicht nur wichtig, zu verstehen was Dich im Laufe deines Lebens geprägt hat und was Dich zu dem Menschen gemacht hat, der Du heute bist. Sondern auch wichtig diese Erkenntnisse ohne Bewertung anzunehmen, dich selbst wertzuschätzen und anzuerkennen mit all deinen Stärken und Schwächen.

Dieser Prozess der Selbsterkenntnis ist tatsächlich manchmal auch schmerzhaft und doch sehr nährend und heilsam zugleich. Dieser erste Schritt ist der wichtigste, denn wenn Du dir selbst so wie Du jetzt bist, mit all dem was Du mitgebracht hast liebevoll begegnen kannst, hast Du den wichtigsten und größten Schritt in die Selbstliebe gemacht.

Und dieser Schritt öffnet ein neues Tor in Richtung eigene Freiheit.  Eine Freiheit davon, was andere über Dich denken könnten, ob andere Dich mögen, ob Du von anderen geliebt wirst oder nicht....... all das bekommt dann weniger Macht über Dich.

Selbstliebe lernen – Schritt 2

Wenn es um Selbstliebe geht, dann gibt es ziemlich viele, die Affirmationen empfehlen. Affirmationen sind Sätze oder Wörter, die dir helfen sollen Selbstliebe zu verinnerlichen. So könntest Du dir Aussagen wie : „Ich nehme mich selbst an wie ich bin“ oder „Ich sorge gut für mich“ immer wieder wiederholen, um sie so in deinen Alltag einzubauen.

Die Schwierigkeit mit Affirmationen liegt jedoch darin, dass wir oft das, was wir uns da selbst sagen nicht wirklich „glauben“ oder „fühlen“ können. Und das ist manchmal sogar kontraproduktiv, weil es noch mehr dazu führt, dass wir uns selbst nicht lieben und wertschätzen.

Meiner Erfahrung nach sind Affirmationen dann am wirksamsten, wenn wir sie nicht nur kognitiv entwickeln, sondern uns tatsächlich in einen Gefühlszustand befinden der von purer Selbstliebe geprägt ist und uns dann eine  Affirmation intuitiv kommen lassen, die zu uns passt und die wir auch erst nehmen können, weil wir so nicht nur „Wörter ohne Gefühle“ wiederholen.

Im Coaching nutze ich oft diese Technik und helfe meinen KlientInnen sich in einen Zustand der Selbstliebe und des Mitgefühls zu bringen. Das ist meist ein emotionaler Prozess, der als Aha-Erlebnis erlebt wird und aus diesem Zustand ist es sehr bereichernd eine Affirmation mitzunehmen.

Du brauchst natürlich nicht unbedingt einen Therapeuten oder eine Psychologin dazu, versuch es einfach mal auf deine

Wenn es um Selbstliebe geht, dann gibt es ziemlich viele, die Affirmationen empfehlen. Affirmationen sind Sätze oder Wörter, die dir helfen sollen Selbstliebe zu verinnerlichen. So könntest Du dir Aussagen wie : „Ich nehme mich selbst an wie ich bin“ oder „Ich sorge gut für mich“ immer wieder widerholen und sie so in deinen Alltag einbauen.

Die Schwierigkeit mit Affirmationen liegt jedoch darin, dass wir oft das was wir uns da selbst sagen nicht wirklich „glauben“ oder „fühlen“ können. Und das ist manchmal sogar kontraproduktiv, weil es noch mehr dazu führt, dass wir uns selbst nicht lieben und wertschätzen.

Meiner Erfahrung nach sind Affirmationen dann am wirksamste, wenn wir sie nicht nur kognitiv entwickeln, sondern uns tatsächlich in einen Gefühlszustand befinden der von purer Selbstliebe geprägt ist und uns dann eine  Affirmation inuitiv kommen lassen, die zu uns passt und die wir auch erstnehmen können, weil wir so nicht nur „Wörter ohne Gefühle“ widerholen.

Im Coaching nutze ich oft diese Technik und helfe meinen KlientInnen sich in einen Zustand der Selbstliebe und des Mitgefühls zu bringen. Das ist meist ein emotionaler Prozess, der als Aha-Erlebnis erlebt wird und aus diesem Zustand ist es sehr bereichernd eine Affirmation mitzunehmen.  Du brauchst natürlich nicht unbedingt einen Therapeuten oder eine Psychologin dazu, versuch es einfach mal auf deine eigene Art und Weise.

Eventuell hilft es Dir dich in die Natur zu begeben, denn da haben wir oft ein tiefes Gefühl von Verbundenheit und es ist einfacher zu sich selbst zu finden. Auch das Erleben von Dankbarkeit dafür, dass Du da bist wo du gerade bist, könnte eine gute Stütze sein eine Affirmation zu finden, die dir gerade hilft.

Wichtig ist es vor allem, dass Du dir keine Affirmationen „einreden“ lässt. Du bist so wie Du bist einzigartig und deshalb ist es nicht ohne weiteres möglich eine Affirmation zu wählen, die für andere auch passt. Besonders wenn du dir zwischendurch mal geleitete Meditationen oder Übungen anhörst um Selbstliebe lernen zu können, achte immer darauf, dass sich Affirmationen, die dir vorgestellt werden, auch gut für Dich anfühlen, sonst läufst Du Gefahr dir eher noch zu schaden als Dir etwas gutes zu tun.

Selbstliebe lernen – Schritt 3

Verwirkliche das was in Dir steckt. So einfach ist es.

Naja, so sagen wir mal es „klingt“ so einfach. Wenn es tatsächlich so einfach wäre, dann bräuchtest Du und alle anderen diese Zeilen nicht zu lesen, oder?  Sich selbst verwirklichen bedeutet, dass Du das lebst, was in Dir steckt. Dass Du nach deinen inneren Werten, Einstellungen und Stärken lebst. Dein wahres selbst aktualisierst.

Selbstliebe lernen heißt also auch Dir die Erlaubnis zu geben Du SELBST zu sein. Und das geht nur, wenn Du die Selbsterkenntnis wie im Schritt 1 für Dich angetreten bist. Und diese Selbsterkenntnis hört niemals auf, es gibt immer neues über Dich selbst zu erfahren.

Um in Selbstverwirklichung zu leben ist es nicht nur notwendig, dich selbst zu kennen und dich immer wieder in liebevoller Weise auf diesen Prozess einzulassen, sondern auch dich von dem zu befreien, dass nicht DU selbst bist.

Befreie Dich also von all den inneren Anteilen in Dir, die nicht zu deinem authentischen Selbst gehören. Oft sind es innere Stimmen der Anderen, der Eltern, der Gesellschaft oder der Freunde, die du in dir aufgenommen hast und von denen Du glaubst sie wären ein Teil von Dir. Vor einiger Zeit hatte ich eine Klientin die unter Zeitdruck litt und mir erzählte, sie müsse immer alles aufräumen bevor sie sich tatsächlich nach der Arbeit ausruhen könne. Und es kam heraus, dass das etwas ist, dass sie aus der Prägung ihrer Erziehung mitgenommen hatte, was damals für sie sehr hilfreich gewesen ist, immer alles aufzuräumen, da sie so die Launen ihrer Mutter nicht ertragen musste. Dieses Bewältigungsmuster war für sie also unglaublich wichtig um die Bindung mit ihrer Mutter zu sichern. Und diese Muster sind sehr hartnäckig, denn auch als Erwachsene läuft es nämlich immer noch in ihr weiter ab und führt heute dazu, dass sie als Erwachsene Frau nicht gut für sich sorgen kann, da sie sich nicht ausruht, wenn es ihr gerade so gut tun würde.

Vielleicht macht es das ein wenig deutlicher für Dich. Ihr ist es gelungen sich von diesem Muster zu lösen. Und bei genauerer Betrachtung sie fand sie in sich SELBST nicht den Anspruch, dass es so ordentlich sein musste. Sie fand in sich, dass es ihr wichtiger ist, sich selbst eine Berechtigung zu geben so zu sein wie sie war, und wenn sie müde war, dann war sie eben müde.

Wenn es Dir gelingt mehr bei dem zu bleiben, was tatsächlich zu deinem authentischen Selbst gehört, gelingt es Dir Selbstliebe nachreifen zu lassen. Denn genau das ist möglich, dass Du die Selbstliebe in Dir reifen und wachsen lassen kannst. Alleine das ist doch schon eine tolle Nachricht, oder?

 

Comments

  1. Vielen Dank für den interessanten Artikel zum Thema Selbstliebe. Viele Leute haben damit ein Problem. Der erste Schritt zur Selbstliebe ist wohl der “Erkenne Dich selbst”. Schöne Grüsse aus Osnabrück

    1. Author

      Lieber Rainer,
      da steckt das meiste drin… wer sich selbst kennt, kann sich darin üben sich selbst genau so zu sehen und zu lieben wie er oder sie tatsächlich ist.

      Liebe Grüße
      Ekram

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